Zäune auf Dänisch: Wenn die Grundstücksgrenze Teil der Gartengestaltung wird
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Wer durch dänische Wohnviertel fährt oder seinen Urlaub in einem klassischen Ferienhausgebiet verbringt, entdeckt sie immer wieder: Holzzäune, die Grundstücke und Gärten begrenzen, ohne dabei zwangsläufig wie massive Barrieren zu wirken. Gerade rund um ältere Häuser und Ferienhäuser gehören einfache Zaunformen vielerorts ganz selbstverständlich zum Gesamtbild.
Ein Zaun erfüllt dabei natürlich einen praktischen Zweck. Er kann Grenzen markieren, Privatsphäre schaffen oder einen Sitzplatz vor Wind schützen. Gleichzeitig ist es ein Gestaltungselement, das die Wirkung eines Hauses erheblich beeinflussen kann. Die spannende Frage lautet deshalb nicht nur: Welchen Zaun brauche ich? Sondern auch: Welcher Zaun passt zum Haus und zum Garten?
Zäune müssen nicht immer abschirmen
Ein hoher, geschlossener Sichtschutz ist sinnvoll, wenn auf einer Terrasse mehr Privatsphäre gewünscht wird. An anderer Stelle kann ein niedriger und offener Holzzaun die bessere Wahl sein. Er definiert die Grundstücksgrenze, lässt aber weiterhin Licht und Ausblicke zu.
Diese eher zurückhaltende Form der Abgrenzung passt gut zu vielen dänischen Häusern. Ein bekanntes Beispiel ist der klassische Staketenzaun mit senkrechten Holzlatten, wie man ihn unter anderem aus Skagen und von traditionellen Land- und Ferienhäusern kennt.
Doch auch in Dänemark ist der Holzzaun längst nicht die einzige Möglichkeit. Moderne Häuser lassen sich beispielsweise mit klaren horizontalen Linien ergänzen, während Kombinationen verschiedener Materialien einen bewussten Kontrast zur Architektur schaffen können.
Entscheidend ist, Haus, Grundstück und Zaun nicht unabhängig voneinander zu betrachten.
Erst die Funktion bestimmen, dann das Material wählen
Bevor es um Farbe oder Design geht, sollte geklärt werden, welche Aufgabe der neue Zaun übernehmen soll. Das verhindert, dass eine optisch attraktive Lösung gewählt wird, die später im Alltag nicht richtig funktioniert.
Einige Fragen helfen bei der Planung:
- Wird hauptsächlich Sichtschutz benötigt?
- Soll der Zaun vor Wind schützen?
- Geht es vor allem um eine sichtbare Grundstücksgrenze?
- Wie viel Pflege darf das Material langfristig erfordern?
- Soll der Garten offen wirken oder deutlich in einzelne Bereiche gegliedert werden?
Auch der Standort spielt eine Rolle. Rund um eine Terrasse gelten andere Anforderungen als an der Grenze eines großen Grundstücks. Wer vor allem einen geschützten Sitzplatz schaffen möchte, muss zudem nicht zwangsläufig den gesamten Garten mit derselben Zaunhöhe einfassen.
Gerade diese Kombination aus offenen und geschützten Bereichen kann einem Garten Struktur verleihen. Zäune, Bepflanzung und beispielsweise eine Pergola können gemeinsam kleine Räume im Freien schaffen, ohne dass der Garten vollständig geschlossen wirkt.
Dänisches Design für unterschiedliche Häuser und Gärten
Wer sich von dänischer Gartengestaltung inspirieren lässt, muss sich heute keineswegs auf den traditionellen weiß gestrichenen Holzzaun beschränken.
Das dänische Unternehmen PLUS entwickelt in Vejen Gartenprodukte und blickt auf eine mehr als 100-jährige Unternehmensgeschichte zurück. Im Sortiment finden sich sowohl klassische Holzzäune als auch Lösungen aus WPC, Stahl, Glas, Weide und Polyrattan. Damit gibt es Zäune für Haus und Garten in sehr unterschiedlichen Stilrichtungen und für verschiedene Anforderungen.
Interessant ist beispielsweise die Serie Skagen Lux, die PLUS selbst als klassischen dänischen Staketenzaun beschreibt. Daneben stehen deutlich moderne Zauntypen, die sich auch mit zeitgenössischer Architektur kombinieren lassen.
Bei der Auswahl sollte allerdings nicht allein die Optik entscheiden. Holz hat eine andere Ausstrahlung und andere Pflegeanforderungen als beispielsweise WPC oder Stahl. Ein transparenteres Element kann wiederum dort interessant sein, wo Windschutz gewünscht wird, ohne den Blick vollständig zu versperren. Hinzu kommen praktische Details wie Pfosten, Tore und die korrekte Montage.
Genau darin liegt eine Stärke der dänisch inspirierten Gartengestaltung: Ein Zaun muss nicht möglichst dominant sein, um seine Aufgabe zu erfüllen. Richtig ausgewählt, kann er Grenzen schaffen, geschützte Bereiche definieren und gleichzeitig die Architektur des Hauses weiterführen. So wird aus einer notwendigen Grundstücksbegrenzung ein Bestandteil des Gartens, der aussieht, als hätte er von Anfang an dazugehört.