Dänemarks Tag der Befreiung

Gepostet d. 02/05/2019
Dieses Jahr ist es 74 Jahre her, dass die deutsche Wehrmacht abgerückt ist und die Freiheitsbotschaft am Abend des 4. Mai 1945 im Radio zu hören war.

Am Abend des 4. Mai 1945 wurde im Radio bekannt gegeben, dass die deutschen Truppen in Holland, Nordwestdeutschland und in Dänemark kapituliert haben.

Die Befreiung wurde unter anderem damit gefeiert, dass die Bevölkerung die Verdunklungsgardinen von den Fenstern entfernte und das Licht wieder durch alle Fenster hinaus leuchten konnte. Daraufhin zündeten viele Kerzen in den Fenstern – als ein Symbol für die wieder zurückgewonnene Freiheit – an. An vielen Orten wird dies am 4. Mai auch heutzutage noch gemacht, um daran zu erinnern, dass Dänemark an diesem Abend im Jahre 1945 von der deutschen Nazi-Macht befreit wurde. Die Tradition, Kerzen in den Fenstern anzuzünden, wird auch 74 Jahre nach der Befreiung noch praktiziert.

Offiziell wird der Tag der Befreiung erst am 5. Mai gefeiert, da erst an diesem Morgen um 8 Uhr die Kapitulation der Deutschen offiziell in Kraft trat.

Bunkermuseen in Jütland

Als Überbleibsel und Zeugnis der Besetzungszeit gibt es entlang der Westküste viele Bunker. Die Bunker waren Teil des Atlantikwalls, der deutsche Verteidigungsanlage, die Jütland vor der Invasion der Alliierten schützen sollte. Auch im Landesinneren, versteckt zwischen Wäldern und Dünen, gibt es Bunker.

Wir haben hier einen Überblick über acht Bunkermuseen in Jütland zusammengestellt – von Skagen im Norden bis nach Billund im Süden und von Blavand (Blåvand) im Westen bis nach Skanderborg im Osten.  

Das Bunkermuseum Hanstholm – Dänemarks größtes Bunkermuseum, das sich über 3000m^2 ausbreitet. Betrete die Räume, in denen die Soldaten gelebt haben – und nehme an einer Rundführung auf dem Gelände teil.

Bangsbo Fort in der Nähe von Frederikshavn – Das Kastell besteht aus einer Befestigungsanlage, die von der deutschen Besetzungsmacht im 2. Weltkrieg gebaut und von der dänischen Marine unter dem Kalten Krieg ausgebaut wurde. Das Gebiet ist im Sommer geöffnet und man kann an geführten Touren teilnehmen.

Silkeborg Bunker Museum – Im Gebiet gibt es 25 Bunker, die gut im Wald versteckt sind. Entdecke einen relativ unbekannten Teil der deutschen Besetzungsgeschichte in Dänemark. Es gibt Führungen.

Skanderborg Bunker – Die deutsche Luftwaffe baute ihren Hauptsitz am Ufer des Skanderborg Sees. Heutzutage sind zwei der ehemaligen Bunker zu einem Museum umfunktioniert. Das Museum stellt unter anderem eine Enigma-Maschine aus. Diese wurde im Zweiten Weltkrieg zur Verschlüsselung der Kommunikation der Wehrmacht genutzt.  

Bunkermuseum Hirtshals – Das Museum ist ein Freilichtmuseum am Leuchtturm von Hirtshals, wo 54 Bunker und Geschützstände freigelegt wurden, die ursprünglich die 10. Batterie ausmachten – eine der am besten angelegten Bunkeranlagen entlang der jütländischen Westküste. Das Museum kann auf eigene Faust erkundet werden. Wenn man jedoch in die abgeschlossenen Bunker hineinschauen möchte, muss an geführten Touren teilnehmen.

Tirpitz Museum in Blavand (Blåvand) – Der alte Geschützstand liegt wie ein Koloss im Sand und erinnert an Geschichten von Hitlers enormem Bunker-Projekt. Der Eingang zum Bunker ist durch einen unterirdischen Tunnel von Tirpitz. Gehe in dem dunklen Bunker aus dem Zweiten Weltkrieg auf Entdeckungstour.

Vandel Bunker Museum – In Vandel in der Nähe von Billund gibt es einen Nato-Bunker aus dem Jahre 1993, der gebaut wurde als Vandel Flyvestation noch existierte. Im Jahre 2003 zog das private Vandel Bunker Museum in den Bunker ein, in welchem die Geschichte des Flugplatzes unter dem Krieg beleuchtet wird.

Skagen Bunkermuseum – Ein Bunkermuseum, das die Geschichte des Zweiten Weltkriegs aus der Sicht Skagens widerspiegelt. Der Bunker wurde unter dem Krieg als Sanitätsbunker, um verwundete Soldaten zu behandeln, genutzt.

 

Bitte beachte, dass der Aufenthalt in und um die Bunker auf eigene Gefahr geschieht.

 

Quelle: https://videnskab.dk/kultur-samfund/dansk-bunkerguide-ny-service-til-historie-interesserede